Wisst ihr, warum der Sattelberg in Ramsau am Dachstein auch Kinderberg genannt wird? Nein? Weil auf dem Sattelberg der Natur- und Erlebnispfad verläuft. Und dieser Weg steckt voller Abenteuer: Wollt ihr wissen, wie versteinerte Muscheln und Korallen aussehen? Habt ihr Lust, in das Innere eines Baumes zu klettern? Wollt ihr Spurenlesen lernen, oder erfahren, warum gerade Ameisen für den Wald besonders wichtig sind? Ja? Dann kommt mit und begleitet mich.

Der Natur- und Erlebnispfad am Sattelberg ist eigens für das Wandern mit Kindern und das Wandern mit Kinderwagen gemacht und umfasst 15 Stationen, die Wissenswertes vermitteln und zum Mitmachen einladen. Bevor wir losgehen, müsst ihr euch noch gute Schuhe anziehen, denn wir werden rund drei Stunden unterwegs sein. Doch keine Sorge: Das schafft ihr locker.
Hier ist noch ein wichtiger Tipp: Der Kinderwagenweg ist deutlich kürzer.

Das Abenteuer beginnt

Direkt am Ausgangspunkt in Ramsau Leiten ist ein Parkplatz. Hier lassen wir das Auto stehen und gehen zu Fuß weiter. Alternativ kann man auch über den Kinderklettersteiggarten in den Natur- und Erlebnispfad einsteigen. Also wundert euch nicht, wenn euch auf dem Natur- und Erlebnispfad einige Kinder mit Helmen begegnen.
An der ersten Station begrüße ich euch erstmals ganz offiziell. Und zwar persönlich. Drückt einfach auf den roten Knopf und wir können uns kurz unterhalten.
Entlang des Wegs entdeckt ihr immer wieder kleine grüne Hinweisschilder. Darauf stehen knifflige Fragen, wie beispielsweise diese hier: Wer hat Flügel aber keine Federn? Vielleicht wisst ihr es ja. Falls nicht, könnt ihr die Antwort ganz leicht herausfinden. Kommt einfach mit zum nächsten Schild. Dort steht die Lösung.

Alles über Wildtiere

Was mir besonders gut gefällt, ist die Station, an der man alles über Wildtiere lernen kann. Hier erfährt man, warum es Futterstellen im Winter gibt und welch unterschiedliche Spuren Tiere im Schnee hinterlassen. Dabei könnt ihr gleich euer Wissen überprüfen. Wisst ihr, wie die Spur eines Hirsches aussieht? Die Klapptafeln verraten euch, ob ihr richtig liegt.
Bevor wir uns auf zur nächsten Station machen, sollten wir kurz einmal rasten. Ich habe einen kleinen Snack dabei, den ich in eine wiederverschließbare Jausenbox eingepackt habe. So vermeide ich Plastiksackerl und Alufolie, die nach unserer Tour doch nur auf dem Müll landen würden.

Versteinerte Muscheln und Korallen

Bestimmt habt ihr schon davon gehört, dass dort, wo heute Ramsau am Dachstein und somit auch der Sattelberg liegt, sich einst das Meer erstreckt hat. Und wenn ich einst sage, dann meine ich vor Millionen von Jahren. Und obwohl das schon so lange her ist, findet man immer noch versteinerte Muscheln und Korallen, die in diesem Meer gelebt haben. So wie am Sattelberg. Hier kann man sogar diese versteinerten Tiere berühren und viel Wissenswertes über sie erfahren.

Geheime Bodenzeichen und weitere Highlights

Nach den Versteinerungen geht es weiter zum Gipfelkreuz. Puh, der Aufstieg ist geschafft. Ab hier brauchen wir nur mehr bergab oder gerade aus zu gehen und trotzdem liegt die Hälfte der Stationen noch vor uns. Gleich kommen wir an der Waldkegelstation, beim Baumarten-Quiz und beim Hochsitz vorbei. Der ist besonders cool. Da gibt es viele knifflige Fragen zu beantworten. Schnappt euch einfach eines der Ferngläser und haltet Ausschau nach den Lösungen. Kleiner Tipp: Sie sind im Wald versteckt.
Ja, auf dem Natur- und Erlebnispfad gibt es viel zu entdecken. Vielleicht sogar ein Bodenzeichen in Geheimschrift. Wie das geht und was diese Zeichen bedeuten, zeige ich euch mit Hilfe einer Tafel. Dann könnt ihr es gleich selbst ausprobieren.

Die Sattelberghütte in Ramsau am Dachstein

Auf dem Natur- und Erlebnispfad kommen wir auch an der Sattelberghütte vorbei. Hier steht eine uralte Linde, in die man sogar hineinklettern kann. Gleich daneben sind ein Streichelzoo und ein Spielplatz mit Slackline, Bewegungsparcours, Wipptieren und Bauernhof-Spielen. Langweilig wird es hier bestimmt nicht. Ihr könnt sogar euer eigenes Kali-T-Shirt mit Stoffmalfarben gestalten. Ganz so, wie es euch gefällt.
Nach der Sattelberghütte liegen noch drei Stationen vor uns. Bis wir wieder den Ausgangspunkt erreicht haben, ist noch einmal euer Forscherdrang gefragt. Schnappt euch eine Lupe und untersucht den Waldboden. Ihr werdet staunen, was ihr alles entdeckt!