Mit rund 200 Kilometern präparierten Langlaufloipen zählt Ramsau am Dachstein zu den 10 größten Langlaufgebieten Österreichs. Und auch zu den beliebtesten, was unter anderem auch am Wetter liegen mag. 73 Sonnentage hat eine Wintersaison im Durchschnitt und die startet pünktlich im Dezember mit dem Weltcup der Nordischen Kombination in Ramsau. Ein ganzes Wochenende lang ist der Urlaubsort im Wettkampffieber und in Feierlaune. Heuer habe ich mich für den Veranstaltungssamstag entschieden, um live vor Ort zu sein:

Ramsau: Langlaufen und Skispringen am Wettkampfgelände

Obwohl es zwei Wochen lang fast durchgehend geschneit hat, ist es heute, an diesem 22. Dezember, ungewöhnlich warm für diese Jahreszeit. Auch gut. Einmal nicht frieren bei einer Winteroutdoorveranstaltung macht zusätzlich gute Laune. Das merke ich auch am Weltcupgelände. 50 Sportler aus 12 Nationen messen sich erst im Skispringen und anschließend im Langlauf-Rennen über 10 Kilometer. Und dabei werden sie kräftig angefeuert. Die Menschen schwingen Fahnen, motivieren die Athleten mit Zurufen und fiebern mit jedem gewonnenen wie verlorenen Meter mit. Für den österreichischen Sportler Philipp Orter ist sogar ein ganzer Fanclub eigens angereist.

Loipen in Ramsau: Hier trainieren Hobbysportler neben den Weltbesten

Zeitgleich mit Beginn des Wertungsdurchgangs auf der HS-98-Schanze startet der Christkindlmarkt am Ederhof. Dort wird am Abend auch die Siegerehrung stattfinden. Wer nicht den ganzen Nachmittag am Wettkampfgelände verbringen will, gönnt sich eine kurze Pause am Christkindlmarkt. So wie ich. Es ist nur ein kurzer Fußmarsch über einen präparierten Winterwanderweg, der das Weltcupgelände mit dem Ederhof verbindet. Rund 20 Minuten bin ich unterwegs, bis ich den Adventmarkt erreiche. Unterwegs passiere ich mehrere Langlaufloipen, auf denen Hobbysportler unterwegs sind. Die Tage zuvor haben sie sich diese Loipen mit den Weltbesten geteilt. Ein Erlebnis, das man auch nicht alle Tage hat.

Adventmarkt am Ederhof

Ich muss sagen, ich bin überrascht, als ich am Ederhof ankomme. Es ist nicht so, dass ich noch nie auf einem Christkindlmarkt gewesen wäre, aber dieser hier ist anders. Ein weihnachtlich geschmückter Bauernhof, ein Pferdeschlitten, der Besucher durch die verschneite Ramsau kutschiert und kleine Holzhütten mit echter regionaler Handwerkskunst und Schmankerln. Hier treffe ich auch auf alten Bekannte. Der Fürsterhof ist vertreten und verkauft Spezialitäten vom Hochlandrind. Diesmal ist es zwar keine Zottelnossi, die ich mitnehme, dafür eine andere Hartwurstsorte. Mhm, lecker. Zwei Wörter, die ich an diesem Tag noch öfters aussprechen werde. Gleich neben dem Verkaufsstand des Fürsterhofs wird Pizza im Holzofen gebacken und direkt gegenüber verkaufen Claudia Pilz und Gerti Eder Holzhandwerk aus der Jürgen-Pilz-Kreativ-Werkstatt und Spezialitäten aus Honig, sowie Schnäpse und Marmeladen vom Mandlberggut. Ich darf sogar kosten. Apfelstrudel-Schnaps. Und da wären wir wieder beim Mhm, lecker.

 

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