Wer in Ramsau rodeln will, der ist am Skiweg zur Brandalm genau richtig. Da die Rodelbahn knapp unter der Talstation der Dachstein-Gondel beginnt, bietet sie einen herrlichen Ausblick auf den höchsten Berg der Steiermark. Und der sorgt besonders im Winter für Entzückung, wenn er über und über mit weißem Schnee bedeckt ist und sich darüber der strahlend blaue Himmel erstreckt – ja, davon habe ich mich selbst überzeugen können. Denn am vergangenen Wochenende, bin ich, Kali der Ramsaurier, losgezogen, um die Rodelbahn von der Brandalm zum Edelbrunn auszuprobieren. Und was ich dabei so alles erlebt habe, das erzähle ich euch jetzt:

Die Kraft der Wintersonne

Unser Auto haben wir beim Gasthof Edelbrunn geparkt. Dort beginnt der sogenannte „Skiweg“, der auf die Brandalm führt. Es ist ein präparierter Winterwanderweg, der sowohl von Spaziergängern und Skifahrern sowie als Rodelbahn genutzt wird. Obwohl ich ein Frühaufsteher bin, sind wir erst um 10 Uhr losgegangen. Denn während der kalten Jahreszeit braucht die Sonne ein klein wenig länger, um am Morgen in Schwung zu kommen. Doch wenn sie erst mal wach ist, dann legt sie so richtig los. Meine Begleiter haben schon nach kurzer Zeit ihre Jacken ausgezogen und auf die Rodeln gelegt, so warm war es an diesem Februartag. Blöd für mich. So durfte ich nicht auf der Rodel sitzen und musste fast den ganzen Weg zu Fuß gehen.

Auf der Brandalm angekommen

Rund eine dreiviertel Stunde dauert der Marsch bis auf die Brandalm. Wir haben wieder mal länger gebraucht. Mit meinen kurzen Beinen geht das eben nicht so schnell. Oben angekommen musste ich mich erst mal stärken. Dafür haben wir ein schönes Platzerl auf der Sonnenterrasse der Brandalm gefunden. Ich habe mich für Kaiserschmarrn mit Apfelmus entschieden. Meine Begleiter waren ganz schön überrascht, denn Zuhause würde ich so was nie essen. Was soll ich sagen? Auf der Brandalm, da wissen sie eben, wie man Kaiserschmarrn macht.

Eine Hüttenwanderung als Draufgabe

All jenen, die nach Aufstieg und Essen noch genug Kondition haben, rate ich: Erkundet das wunderschöne Hochplateau, auf dem ihr angekommen seid, bevor ihr auf der Rodel wieder zurück ins Tal flitzt. Denn da gibt es noch viel zu entdecken. Wenn ihr dem Skiweg an der Brandalm vorbei folgt, gelangt ihr zur Walcheralm. Die ist berühmt für ihre selbstgemachten Nachspeisen. Und sie hat noch eine zweite Besonderheit: eine eigne Almkäserei. Die darf man zwar nicht besichtigen, aber dafür kann man die köstlichen Käsesorten direkt vor Ort kaufen. Ein kleines Stück weiter liegt die Türlwandhütte. Und gleich dahinter die Talstation der Gondelbahn, die auf den Dachstein führt. Und den habt ihr auf eurer Wanderung von Hütte zu Hütte immer im Blick. Als weitere Variante könnt ihr den Weg von der Brandalm zur Austriahütte einschlagen. Hier kommt ihr auch am Dachsteinkircherl vorbei und das ist echt entzückend – so was sieht man nicht alle Tage, kann ich euch sagen.

Rodelbahn Ramsau: Eine weitere Empfehlung

Nachdem ihr das Hochplateau unter dem Dachstein erkundet habt, geht es mit der Rodel zurück ins Tal. Wer keine Rodel mitgebracht hat, kann sich eine gegen Gebühr ausleihen. Denn die Brandalm hat einen eigenen Schlittenverleih. Und wenn euch das Rodeln so richtig Spaß gemacht hat, kann ich euch eine noch zweite Rodelbahn in Ramsau am Dachstein empfehlen: Die 3,5 km lange Nacht-Rodelbahn am Rittisberg. Dort hat die Rodelbahn immer dienstags, mittwochs und freitags von 19 bis 22 Uhr geöffnet. Übrigens: Auch hier gibt es einen Schlittenverleih.